"Hier hab ich so manches liebe Mal / Mit meiner Laute gesessen", schrieb Franz von Dingelstedt. Der Dichter des Weserliedes, das heute noch viel und gern gesungen wird, verbrachte seine Jugend in Rinteln, wohin sein Vater, ein hessischer Beamter, versetzt worden war. Dingelstedt, damals noch nicht adelig - das Adelsprädikat wurde ihm später von dem König von Bayern und dem Kaiser von Österreich verliehen - besuchte in Rinteln die Schule, bestand dort sein Abitur und ging von Rinteln aus in die Welt, um Karriere zu machen - am Ende war er Direktor des berühmten Burgtheaters in Wien. Er galt zu seiner Zeit als einer der großen Regisseure des deutschsprachigen Theaters. Der Blick auf Rinteln, auf den Weserbogen und auf die umliegenden Berge läßt uns an den Dichter und sein Weserlied denken, "hinunterblickend ins weite Tal / mein selbst und der Welt vergessen".
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