Pressemitteilung vom 17.07.2017

Zwischenbericht zur Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Rinteln zum Stichtag 30.06.2017

Der Zwischenbericht zur Bevölkerungsentwicklung zeigt, dass der leichte Anstieg der Einwohnerzahl seit 2014 anhält. Am 30.06.2017 sind 27.263 Personen in der Stadt Rinteln gemeldet. Das sind 27 Einwohner mehr, als zum 31.12.2016.

Der Grund für die steigende Einwohnerzahl liegt im Zuzug. Das wird durch die Auswertung der Wanderbewegung und der natürlichen Bevölkerungsentwicklung deutlich. Der Saldo der Zu- und Wegzüge war im letzten halben Jahr mit 182 Zuzügen positiv. Der Saldo der natürlichen Bevölkerungsentwicklung war hingegen negativ. Den 191 Sterbefällen stehen nur 91 Geburten gegenüber.

Die Auswertung der Wanderbewegung zwischen 2009 und 2016 zeigt, dass sich das Verhältnis der Zuwanderung nach Herkunft ab 2014 angenähert hat. Sind 2009 bis 2012 gut 1.000 Deutsche nach Rinteln gezogen und knapp 300 Ausländer, waren es zum 31.12.2016 1.105 Deutsche und 989 Ausländer. Bis zum 30.06.2016 sind weitere 449 Deutsche nach Rinteln gezogen und 286 Ausländer.

Der Vergleich nach Geschlecht zeigt, dass bei den Deutschen ähnlich viele Frauen und Männer zugezogen sind. Bei den Ausländern sind es derzeit vor allem Männer, die nach Rinteln gezogen sind.

Die derzeitige Einwohnerentwicklung wird sich nur durch gelebte Integration und eine stabile Wirtschaft fortsetzen. Die derzeit vielzähligen Arbeitnehmer im Alter von 55 bis 65 Jahre werden in den nächsten Jahren in Ruhestand gehen. Ohne eigenen Nachwuchs und ohne Fachkräfte aus der Region sowie dem Ausland bleiben die Stellen unbesetzt. Damit bleibt eine zentrale Aufgabe der Stadt Rinteln die Sicherung des Wirtschaftsstandorts, unter anderem durch Bindung und Gewinnung von Fachkräften mit attraktiven Arbeitsplätzen und einer familienfreundlichen Infrastruktur.
Die Gestaltung eines generationengerechten Lebensraums und damit der Auf- und Ausbau einer Struktur, die ein langes Leben zu Hause unterstützt, bleibt ebenfalls zentrale Aufgabe der Stadt im demografischen Wandel.

Die Einrichtung der Stellen der Integrationsbeauftragten und der Koordinatorin Generation 50plus waren wichtige Entscheidungen der Stadt Rinteln, um mit den Folgen des demografischen Wandels vor Ort umzugehen. Den Herausforderungen zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes begegnet die Stadt Rinteln, zum Beispiel mit dem Ausbildungsportal, durch Unternehmergespräche, durch Kooperationen mit Bildungsträgern und der Präsentation des Arbeits- und Lebensstandorts auf Fachkräftemessen. Diese und weitere Maßnahmen werden bis 2020 Schwerpunkt der Arbeit der Demografiebeauftragten sein.

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