Pressemitteilung vom 13.09.2017

Inklusion in den Grundschulen der Stadt Rinteln

Das regelmäßig stattfindende Treffen mit den Schulleitern bringt für die Stadtverwaltung wichtige Impulse bei den Aufgaben als Schulträger. Bei der letzten Besprechung am 30.08.2017 ist schnell deutlich geworden, dass der Fortgang der Inklusion an den Rintelner Grundschulen noch nicht im gewünschten Umfang erfüllt ist. Die Verbesserung der baulichen Situation soll besonders aufgegriffen werden. Dafür wird eine Arbeitsgruppe gebildet. Die Arbeitsgruppe soll aus den Schulleitern, Vertretern des Baudezernates  und Schulamtes sowie dem Bürgermeister bestehen. Eine räumliche Bestandsanalyse in den Grundschulen soll bis Ende des Jahres gemeinsam erörtert werden. Dazu werden zunächst das Schulamt und das Baudezernat die entsprechenden Vorarbeiten leisten.

Thematisiert wurde auch die personelle Ausstattung in den Schulen. Erkennbar sind erhebliche Probleme mit Kindern, die emotional-soziale Auffälligkeiten mitbringen. Letztendlich wurde in der Diskussionsrunde jedoch verwiesen auf die Zuständigkeit des Landes Niedersachsen sowie des Jugendamtes des Landkreises Schaumburg.

Nach der Presseberichterstattung vom 12. September 2017 hat der  Bürgermeister mit dem Schulamtsleiter und der Schulleiterin der Grundschule Deckbergen, Frau Buschke sowie Frau Renneke als Mitglied des Personalrates  ein intensives Abstimmungsgespräch geführt. Ungeachtet der Tatsachen, welche Zuständigkeiten bei der Stadt Rinteln liegen, wird der Bürgermeister kurzfristig Kontakt mit der Landesschulbehörde und dem im Landkreis Schaumburg eingerichteten Regionalzentrum Inklusion (RZI) aufnehmen, um zusätzliche Sozialpädagogische Fachkräfte für die Grundschulen in Rinteln einzufordern.

Bekanntermaßen hat die Landesregierung wichtige Entscheidungen getroffen, um Sozialarbeiter in die staatlichen Schulen im Zuge der Inklusion zu bringen. Diese Entscheidung muss nun auch wahrnehmbar in den Grundschulen umgesetzt werden. Zwar wird seit knapp einem Jahr eine Sozialarbeiterin in der Grundschule Nord und der Grundschule Süd zu bestimmten Wochenzeiten beschäftigt, in anderen Grundschulen der Stadt Rinteln jedoch nicht. Die Sozialarbeiterin ist in der Grundschule Nord und Süd für rund mehr als 400 Grundschüler zuständig. Für knapp 500 Grundschüler besteht jedoch derzeit keine Inanspruchnahme von sozialpädagogisch geschultem Fachpersonal.

Ebenso ist in dem Gespräch sehr deutlich geworden, dass es an Schulbegleitern fehlt. Viele Kinder sind im täglichen Schulablauf so stark gefordert, dass sie in der Schule eine Begleitung benötigen. Die Schulbegleiter werden nach einem langwierigen Verfahren vom Jugendamt des Landkreises eingesetzt.

Beide Lehrkräfte beklagen das lange Verfahren bis endlich ein Schulbegleiter für die Kinder eingesetzt wird. Wünschenswert wäre aus Sicht der Stadt Rinteln die Bereitstellung eines Pools an Schulbegleiter. Dazu bedarf es jedoch eines generell anderen Verfahrens. Individuallösungen sind zeitlich zu aufwendig.

Der Bürgermeister wird kurzfristig Gespräche aufnehmen mit der Landesschulbehörde und mit dem Landkreis Schaumburg, um die Vorstellung der Stadt Rinteln zeitnah umzusetzen. Die Gremien werden sich spätestens in der nächsten Schulaussitzung Ende Oktober / Anfang November mit dem Thema Inklusion befassen. Auch wird eine Mitteilung der Verwaltung in der nächsten Ratssitzung am 28. September erfolgen.

gez. Thomas Priemer

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