Arbeitsgemeinschaft Rintelner Sportvereine - Wandel des Vereinssports

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den Gründungsjahren unserer Sportvereine, Anfang des 19. Jahrhunderts, war das Sporttreiben eine willkommene Abwechslung  im täglichen Leben. Man pflegte die Kommunikation und Geselligkeit und freute sich dem Alltag entfliehen zu können. Unterhaltungselektronik gab es noch nicht. Turnhallen und Sportplätze waren nicht vorhanden, so beschränkte man sich aufs Üben im Freien oder im Dorfgasthaus.
Die Bestätigung im Wettkampf war den Männern vorbehalten, die typischen Gymnastikgruppen für Frauen wurden erst später eingerichtet.
Nach dem zweiten Weltkrieg erlebten die Vereine einen großen Aufschwung, zusätzliche Sparten wurden eingerichtet und große Sportanlagen gebaut. 1963 startete die erste Fußball-Bundesligasaison. Die Mitgliedschaft im Sportverein war noch vor 50 Jahren für uns genauso selbstverständlich wie Fahrradfahren und Schwimmen lernen.
Die Zeiten ändern sich, und heute haben besonders die kleinen Sportvereine Probleme ihre Mitgliederzahlen zu halten. Kooperationen und eine intensivere Zusammenarbeit der Vereine untereinander sind zwingend notwendig, um auch in kleinen Ortsteilen eine „sportliche Grundversorgung" zu gewährleisten. Kinder und ältere Menschen brauchen kurze Wege.
Der gesellschaftliche Wandel geht auch an den Sportvereinen nicht spurlos vorbei. Ganztagsschulen und Ganztagskitas, die Individualisierung des Sporttreibens und die demografische Entwicklung stellen den organisierten Sport vor große Herausforderungen. Parallel dazu bietet der anhaltende Boom im Fitness- und Gesundheitssport den Vereinen gute Chancen sich neu aufzustellen und finanziell zu stärken. Immer mehr Menschen leiden unter Bewegungsmangel, Übergewicht, zu hohem Blutdruck, Diabetes, Atemnot, Depressionen und Gelenkschmerzen. Bei Kindern werden immer mehr sozial/emotionale Störungen, Sprach- und Motorikprobleme, Haltungsschwächen und psychische Defizite diagnostiziert.
Eigeninitiative ist gefragt. Wer in Bewegung bleibt, ist länger gesund und erhält seine Selbstständigkeit. Die Grundlagen für eine gesunde körperliche Entwicklung werden im Kindesalter gelegt. Wer als Kind lernt, dass Sport gut tut und Spaß macht, der wird auch als Erwachsener davon profitieren.
Die Krankenkassen, denen das  Präventionsgesetz neue, erweiterte Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Gesundheitsvorsorge bietet, kooperieren gern mit den dazu bereiten Sportvereinen.
Dementsprechend bieten Ihnen unsere Vereine ein vielfältiges Angebot für jedes Alter mit hochqualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern direkt in Ihrer Nähe. Einen Überblick bekommen Sie in unserer Übersicht sowie auf der Homepage der Vereine.

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