Ernst Weltner

geb. 05.11.1898 in Ippinghausen bei Kassel; gest. 21.06.1969 in Rinteln;
beigesetzt in Kassel.
 
Ernst Weltner kann 1926 nach Rinteln und war hier als Hilfsschullehrer (heute Sonderschullehrer) Leiter der einzigen Hilfsschulklasse an der damaligen Stadtschule (heute Grundschule Rinteln-Süd) tätig.
 
Als engagierter SPD-Mann wurde er bald Vorsitzender der SPD-Stadtrats-fraktion. Als solcher machte er sich bei den immer stärker werdenden Rechtsparteien in Rinteln unbeliebt. Um ihn loszuwerden, schloss man aus diesem Grunde bereits 1932 die Hilfsschule.
 
Nach der Machtübernahme durch die Nazis wurde Weltner 1933 sofort entlassen und zunächst auch verhaftet und eingesperrt. Aus Furcht vor weiteren Verhaftungen und Schikanierungen tauchte er für ca. 1 Jahr unter.
 
Dann wagte er sich zurück und lebte kümmerlich von ambulantem Kleinwarenhandel („Bauchladenhändler“). Erst 1936 konnte er als kleiner Versicherungsvertreter eine bessere Arbeitsstelle finden.
 
1939 wurde er Soldat und kam erst 1948 aus der Gefangenschaft zurück.
 
Noch 1948 wurde Ernst Weltner als Lehrer sofort wieder eingestellt.
 
Er betätigte sich erneut politisch. Als Kandidat der SPD für den hiesigen Wahlkreis wurde er schon 1949 aufgestellt und in den Bundestag gewählt.
 
Ernst Weltner wirkte bis zum Jahr 1965 als Bundestagsabgeordneter. 1966 wurde er Bürgermeister in Rinteln. Dieses Amt gab er 1969 aus Krankheitsgründen kurz vor seinem Tod auf.
 
Im Jahr 1988 wurde die „Ernst-Weltner-Straße“ nach ihm benannt.
 
 
Quelle: Stadt Rinteln Lexikon von Ullrich Künkel

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