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Gefahren beim Entfernen von Unkraut: Feuerwehr warnt vor dem Einsatz von Gasbrennern

18.08.2026

Immer wieder führen Gasbrenner zur Unkrautbeseitigung zu Bränden – die Feuerwehr rät deshalb von ihrem Einsatz ab.

Für viele Haus- und Gartenbesitzer ist Unkraut in Pflasterfugen oder auf Terrassen ein lästiges Ärgernis. Um die Pflanzen schnell und rückenschonend zu entfernen, greifen viele zu Gasbrennern. Die Geräte erzeugen Temperaturen zwischen 650 und 1.000 Grad Celsius und beseitigen Unkraut innerhalb weniger Sekunden. Doch genau diese hohen Temperaturen bergen erhebliche Gefahren.

„Nicht selten endet das Abbrennen von Unkraut mit einem Feuerwehreinsatz“, berichtet Stadtbrandmeister Tim Schinz. Jährlich seien etwa fünf bis zehn Einsätze auf den Einsatz solcher Gasbrenner zurückzuführen. „Auch im Jahr 2026 mussten wir bereits viermal ausrücken, weil beim Abflammen von Unkraut Brände entstanden sind. Oft kommen wir gerade noch rechtzeitig, um ein Übergreifen auf Wohnhäuser oder Fahrzeuge zu verhindern. Gerade bei hohen Temperaturen und anhaltender Trockenheit kann ein kleiner Funke jedoch innerhalb kürzester Zeit zu einem Großbrand werden.“

Besonders tückisch sei, dass Materialien nicht einmal direkt mit der Flamme in Berührung kommen müssten. Die enorme Hitze reiche häufig aus, um in Sekunden trockene Pflanzen und Hecken oder andere brennbare Stoffe zu entzünden. Vor allem Thuja- und Lebensbäume enthalten ätherische Öle und geraten deshalb besonders schnell in Brand. „Wenn eine Hecke erst einmal brennt, helfen ein Wassereimer oder ein Gartenschlauch in der Regel nicht mehr“, so Schinz.

Neben der Brandgefahr weist die Feuerwehr auch auf mögliche rechtliche und finanzielle Folgen hin. Wer bei Wind oder während längerer Trockenperioden Unkraut mit einer offenen Flamme entfernt, handelt unter Umständen grob fahrlässig. In solchen Fällen können Versicherungen Leistungen verweigern.

Hinzu kommt die Belastung für die Einsatzkräfte. Brände an heißen Sommertagen fordern die Feuerwehr in besonderem Maße. „Unsere Einsatzkräfte sind bei hohen Außentemperaturen ohnehin stark gefordert. Jeder vermeidbare Einsatz bedeutet eine zusätzliche körperliche Belastung, die nicht notwendig sein muss“, erklärt Schinz.

Aus Sicht der Feuerwehr sollten deshalb alternative Methoden zur Unkrautentfernung bevorzugt werden. Mechanische Verfahren wie Fugenkratzer oder Bürsten gelten als besonders sicher. Auch Geräte, die mit heißem Wasser, Heißluft oder Infrarot arbeiten, stellen eine risikoärmere Alternative dar, da sie ohne offene Flamme auskommen. „Am sichersten aus Sicht der Feuerwehr bleibt jedoch das klassische Jäten mit der Hand“, betont der Stadtbrandmeister.

Gasbrenner Feuerwehr Knuk

Stadtbrandmeister Tim Schinz, Kommunale Umweltschutzbeauftragte Josefine Wahl